Die Pomodoro-Technik

by - Januar 13, 2019

Tomaten (unsplash.com)
Tomaten (unsplash.com)
Heute möchte ich euch eine kleine Technik zeigen, die ich seit ein paar Tagen selbst anwende und die mir hilft, produktiv und fokussiert zu bleiben. Und zwar handelt es sich um die Pomodoro-Technik. Ja, Pomodoro wie italienisch für Tomate.

Und was ist das jetzt?
Diese Zeitmanagement-Technik wurde in den 1980er Jahren von Francesco Cirillo entwickelt. Bei dem System verwendet man eine Küchenuhr, um 25 Minuten lang produktiv zu arbeiten. Der Name der Technik leitet sich von einer solchen Küchenuhr ab, die Cirillo für seine Versuche verwendete und die zufällig die Form einer Tomate hatte und maximal 25 Minuten lief.

Die Vorgehensweise bei dieser Technik ist denkbar einfach und in fünf einfachen Schritten abgehandelt:


  1. die anzugehende Aufgabe wird schriftlich formuliert
  2. Der Wecker wird auf 25 Minuten gestellt
  3. die 25 Minuten werden abgearbeitet, bis der Wecker klingelt, die Aufgabe wird abgehakt.
  4. Eine kleine Pause von 5 Minuten wird gemacht
  5. Nach 4 Pomodori-Einheiten folgt eine längere Pause von 15 - 20 Minuten.
Wichtig ist, dass man sich für die Dauer dieser 25 Minuten voll auf die Aufgabe konzentriert, die vor einem liegt. Man soll in dieser Zeit Störungen und Ablenkungen vermeiden (etwa durch das Checken von Social Media, Emails oder das Annehmen von Telefonanrufen).

Was das Schreiben betrifft, so habe ich eine Zeit lang mit Intervallen von 30 Minuten gearbeitet. Andere Leute schwören auf noch längere Phasen von 60 oder 90 Minuten, weil wissenschaftlich bewiesen ist, dass unser Gehirn für maximal 120 Minuten aufmerksam und konzentriert arbeiten kann, bevor es eine Pause braucht. Für mich sind diese Phasen aber zu lang und bergen das Risiko, dass ich mich doch von irgendetwas ablenken lasse und dann alles bin, aber nicht produktiv. 25 Minuten lassen sich eher bewältigen. Die Arbeitsphase ist dabei so lang, dass man gut etwas geschafft bekommt, aber auch nicht so lang, dass der Drang aufkommt, doch lieber etwas anderes zu machen.

Außerdem finde ich, dass sich 25 Minuten produktives Arbeiten ganz gut schaffen lassen. Ob man jetzt nur eine Einheit schafft oder mehr, ist jedem selbst überlassen. Falls jemand mit längeren oder kürzeren Intervallen auch zurecht kommt, ist das auch in Ordnung. ich zum Beispiel habe festgestellt, dass Schreibtour-Aufgaben wie "Schreibe 5/10 Minuten" eher dafür sorgen, dass ich gar nichts schreibe, weil mich die Knappheit der Zeit zu sehr unter Druck setzt und regelrecht lähmt. Eine Stunde am Stück ist jedoch wieder zu viel, sodass ich das nicht durchhalte. 25 Minuten haben sich für mich als passend herausgestellt.

Und wie ist es mit euch? Habt ihr auch bestimmte Zeiträume, in denen ihr schreibt?

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