#amwriting: Plotter vs. Pantser vs. Plantser

by - März 27, 2019


Wie Menschen an eine Aufgabe herangehen, ist immer unterschiedlich. Jeder macht es so, wie er selbst sich am wohlsten fühlt. Und manchmal merkt man, dass man noch nicht den richtigen weg für sich gefunden hat, an eine Aufgabe heranzugehen. Und dann muss man umdenken. Aber jetzt wollen wir einmal kurz sehen, was denn eigentlich hinter den drei Begriffen oben in der Überschrift steckt.

Was ist denn nun ein Plotter, Pantser oder Plantser?

Plotter

Als Plotter bezeichnet man einen Schreiber, der sein Buch, bevor er es schreibt, gründlich durchplant. Ich selbst gehöre wohl auch in diese Kategorie, denn bevor ich auch nur den Hauch eines ersten Satzes an meinem Manuskript schreibe, muss ich den Plot sehr genau kennen. Ich fange damit an, eine Stichpunktliste zu erstellen mit allem, was mir zum Buch einfällt. Zuerst ist diese Liste vollkommen unsortiert und vielleicht fehlerhaft, aber es hilft mir, den Plot vor Augen zu haben und mein Kopfkino anzukurbeln. Daraus erstelle ich dann eine Szenenliste, und sobald diese komplett ist, fange ich an, alles aufzuschreiben. Manche sagen, den Plot im Voraus zu kennen, würde ihnen den Spaß am schreiben nehmen. Denn wozu sollten sie etwas aufschreiben, das sie schon kennen? Aber ich finde das nicht. Ich mache auch trotz Szenenplan beim Schreiben dann noch viele Dinge anders, als ich zuerst geplant hatte. Außerdem liebe ich es, mir selbst dabei zuzusehen, wie ich die Szenen aufschreibe. Und zu schauen, ob sie auf dem Papier auch so gut werden wie in meinem Kopfkino. Oder vielleicht sogar besser. 

Pantser

Als Pantser bezeichnet man jemanden, der sich wortwörtlich auf seinen Hosenboden vor ein leeres Dokument oder ein leeres Blatt Papier setzt und einfach schreibt. Keine Planung, keine vorherige Ausarbeitung, einfach drauflosschreiben und schauen, wohin die Reise geht. Statt selbst das Ruder in der Hand zu haben, überlässt man hier also den Figuren die Führung. Manche Autoren sprechen davon, dass ihre Figuren mit ihnen reden und ihnen sagen, was sie tun sollen. Ein bisschen ist das bei mir auch der Fall, aber ich könnte mich nicht vor ein Dokument sitzen und einfach losschreiben. Wenn ich nicht wenigstens ein bisschen weiß, was geschehen soll, komme ich mir vor, als würde ich in einem dunklen Korridor stehen und nicht wissen, was sich vor mir befindet oder wo der Lichtschalter ist. Und manche Figuren können auf komische Gedanken kommen. Ich selbst musste meine das eine oder andere Mal bremsen, wenn sie zu übermütig wurden. ich glaube also nicht, dass ich mich einfach darauf verlassen könnte, dass sie alles für mich erledigen und ich nur noch mitschreiben muss. Ich glaube, es würde mich hemmen, nur ein weißes Blatt vor mir zu haben ...

Plantser

Der Plantser ist ein Mittelding zwischen dem Plotter und dem Pantser, also jemand, der zwar nicht alles stringent durchplottet, aber auch nicht einfach mit Nichts anfängt. Es wird ein bisschen geplottet, die groben Eckpunkte, Anfang, Mitte und Ende, und dann schaut man, wohin das führt. Vielleicht bin ich ein bisschen so. Denn wie oben schon beschrieben, kann es trotz detaillierten Plänen sein, dass meine Figuren an einer Stelle eine bessere Idee haben als ich, wie sich ein Problem lösen ließe. In 'Indian Gods' habe ich ein paar Dinge dann doch nicht so gemacht, wie ich zuerst geplant hatte, und ich finde bisher, dass das dem Buch nur gutgetan hat. Aber gucken wir mal, was die Lektorin dazu sagt ...

Und ihr? Seid ihr eher ein Plotter, ein Pantser oder irgendwas dazwischen?

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