Lesemonat Juni

by - Juni 30, 2019


Ganz ehrlich: Eins. Das war dann aber auch so toll, dass es mich heute noch beschäftigt und ich das eine oder andere mal darüber nachgedacht habe.

Gelesen habe ich

Modoc - The True Story of The Greatest Elephant That Ever Lived 

von Ralph Helfer

Ich habe dieses Buch aus zwei Gründen gelesen:

  1. Es ging um Elefanten
  2. Es ging um einen Zirkus


Beides gute Voraussetzungen, um als Recherchematerial für "Indian Gods 2" herzuhalten. Ich weiß nicht mehr, wie ich auf das Buch gestoßen bin. Ich glaube, es befand sich in meinen Goodsreads Recommendations und klang interessant, also habe ich es mir als E-Book heruntergeladen. 

Die Story dreht sich um Bram, den Sohn eines Tiertrainers in einem Zirkus, der eine Weile in einer deutschen Kleinstadt gastiert, und Modoc, einer asiatischen Elefantenkuh.
Bram und Modocs Leben ist von Anfang an eng miteinander verknüpft, denn sie werden beide in der selben Stunde geboren und einander schon kurz darauf vorgestellt. Brams Vater ist für die drei erwachsenen Elefanten des Zirkus (Emma, Tina und Krono) sowie Baby Modoc verantwortlich. Bram wächst zusammen mit Modoc auf und sie verleben unbeschwerte Kindheitstage und Jugenderlebnisse, doch dann stirbt Brams Vater und der Zirkus wird verkauft. Die Zirkusartisten und Tiere sollen mit einem Schiff nach New York transportiert werden. Die Elefanten will der neue Besitzer nicht von Bram trainieren lassen, sondern von einem seiner eigenen Männer, was Bram dazu zwingt, sich heimlich an Bord des Schiffes zu schleichen, um bei Modoc bleiben zu können.
Er wird entdeckt und zu Arbeiten auf dem Schiff verdonnert, die es ihm unmöglich machen sollen, Modoc weiterhin zu sehen, doch dies gelingt ihm trotzdem.
Das Schiff kentert nach einem schweren Sturm im indischen Ozean. Die einzigen Überlebenden sind Modoc und Bram, und auch das nur gerade so. Sie schlagen sich zusammen durch Indien, nachdem sie dort gestrandet sind und erleben eine menge Abenteuer (manche davon haben mich ein wenig verstört zurückgelassen, etwa, dass Bram und Modoc von Rebellen entführt werden und Modoc infolgedessen einen direkten Kopfschuss mit einem Maschinengewehr überlebt).
Im Verlauf der Handlung werden Modoc und Bram voneinander getrennt, finden aber wieder zueinander und bleiben dann bis zu ihrer beider Lebensende zusammen.

Besonders berührt hat mich, wie intensiv die Beziehung zwischen Mensch und Tier hier war. Dass die beiden einander ohne Worte verstanden haben und scheinbar auch wortlos miteinander kommuniziert haben. Schockierende Szenen gab es auch, etwa ein Feuer in einem Zirkuszelt, das Modocs Haut verbrennt, ein wütender ehemaliger Zirkusangestellter, der ihr mit einem Ankus ein Auge aussticht und dann von ihr getötet wird, und noch einiges mehr. Alles in allem fand ich das Buch aber sehr rührend (ich musste mich stellenweise zurückhalten, nicht zu weinen), allerdings vielleicht nicht unbedingt für Kinder geeignet. Es gibt wohl allerdings ein wunderschön illustriertes Buch in gekürzter Version: hier


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