Die Montagsfrage #53 - Was hat euch zum Bloggen verleitet?

by - September 16, 2019

Die Montagsfrage
lauter-und-leise.com
Ich habe mal wieder ein paar Montagsfragen übersprungen. Schande über mich. Aber entweder, ich wusste nichts dazu zu sagen, oder ich hatte keine Lust, oder war im Urlaub (dazu folgen noch ein paar Postings in den nächsten Tagen). Schande über mich. Irgendwann war ich sogar so weit, dass ich den Blog aufgeben wollte. Ich habe das Gefühl, ich kann das nicht richtig, ich mache es nicht gut genug, ich kenne meine Zielgruppe nicht und überhaupt scheinen meine Beiträge außer mir niemanden zu interessieren. Warum also weitermachen? Aber dann habe ich gedacht: Nein.Überlege dir noch einmal, warum du diesen Blog ursprünglich ins Leben gerufen hast!

Denn genau das möchte Antonia heute von uns wissen. Was hat mich also zum Bloggen verleitet? Angefangen hat alles 2012. Ich hatte gerade meine erste eigene Spiegelreflex gekauft (eine niegelnagelneue Nikon D3100, auf die ich mächtig stolz war) und wollte die Welt mit ihr entdecken. Wo ginge das besser als im Zoo? Der Kölner Zoo war nicht allzuweit enternt, also wurde dieser in der Anfangszeit mindestens einmal im Monat aufgesucht. Zuerst hatte ich dann eine Webseite bei Jimdo, auf der ich alle meine Bilder (oder zumindest die, die ich für gut genug hielt) hochlud. Es gab verschiedene Kategorien (denn ich bin nicht nur in den Zoo gegangen zum Fotografieren, sondern auch anderswo hin), ein Gästebuch, ein bisschen was über mich und noch mehr. Irgendwann reichte mir die Bildergalerie aber nicht mehr aus, also musste ein Blog mit auf die Seite. Damals war es bei Jimdo noch möglich, beides auf einer Seite zu haben. Heute muss man sich, so scheint es, für eine Sache entscheiden.

Den Blog habe ich ins Leben gerufen, um andere an meinen Fortschritten in der Fotografie teilhaben zu lassen. Ich habe dort Projekte vorgestellt und manchmal auch Dinge gepostet, die nicht so direkt mit Fotografie zu tun hatten. Rezepte zum Beispiel.
Vor allem aber ging es darum, ab 2014 meine Besuche in anderen Zoos in NRW (mit einer kleinen Gruppe von Hobby-Zoologen, von denen alle auch fotografierten) zu dokumentieren. Ich wollte den anderen Menschen dort draußen gern zeigen, wo ich mich herumtrieb und was ich dort lernte und erlebte. Als die Gruppe dann irgendwann auseinanderbrach, habe ich den Blog trotzdem weitergeführt. Weil ich auch alleine in den Zoo gehen und dort etwas erleben konnte.
2016 kam dann die erste weitere Reise mit einer Freundin (nach Bulgarien), über die ich berichtete. Und in den Jahren danach folgten weitere Reisen. London, Hamburg, Leipzig, Amsterdam, Rom. Ich wollte den Menschen da draußen zeigen, was ich auch außerhalb von NRW erlebte. Und dann kam mein Roman und der Vorsatz, aus dem stümperhaften Schreiben von Fanfiktions etwas Ernstes zu machen: Einen ersten eigenen Roman. Ich wollte anderen Menschen zeigen, wie ich auf meine Idee gekommen bin, was mich inspiriert und was ich im Prozess des Schreibens gelernt habe. Sowohl über mich, als auch über die Geschichte. Ich wollte euch in Maßen auch an meinem Privatleben teilhaben lassen. Vor allem aber wollte ich für mich selbst Dinge aufschreiben, an die ich mich gern erinnern möchte. Natürlich könnte ich Tagebuch schreiben (und tue das auch mehr oder weniger regelmäßig), aber ein Blog ist nochmal etwas anderes. Denn die Möglichkeit, jemand könnte lesen, was ich fühle und denke hat ... einen gewissen Nervenkitzel?

Deswegen tue ich das wohl.
Und ich werde nicht aufhören, bis mir jemand sagt, dass ich ihm mit meinem Geschreibsel solche Seelenqualen bereite, dass ich umgehend damit aufhören soll.
Vermutlich nicht einmal dann.

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