Die Montagsfrage #54 - Was haltet ihr von Buch-Communities wie Lovelybooks oder goodreads?

by - Oktober 07, 2019

Montagsfrage #54

Auf geht es in die neue Woche mit einem weiteren Blogpost zur Montagsfrage, die ja die letzten zwei Wochen pausiert hat. In den letzten Tagen habe ich mal wieder mein Bullet Journal reaktiviert, mir vorgenommen, disziplinierter zu schreiben (und sogar geschrieben! Keine Blogposts oder RPG, sondern ausnahmsweise mal diese eine verfluchte FF weiter) und endlich mal wieder zum Sport zu gehen. Da war ich seit Anfang des Jahres nicht mehr und man merkt es meiner Haltung mal wieder deutlich an.

Aber das ist ein anderes Thema. Heute geht es bei der Montagsfrage um Buch-Communities.
Ich habe einen Account bei Goodreads (siehe Sidebar rechts), aber für mich dient diese Seite eher dem Festhalten meines persönlichen Lesefortschrittes als dazu, mit anderen in Kontakt zu treten. Auf Lovelybooks bin ich (noch) nicht aktiv. Das wird sich vermutlich ändern, wenn ich mein erstes eigenes Buch herausgebracht habe, denn dann kann man dort wunderbar Gewinnspiele und Leserunden mit anderen Nutzern dieser Seite organisieren. Aber so lange möchte ich dort erstmal nicht auftauchen.

Denn obwohl ich weiß, dass Goodreads und Lovelybooks eigentlich Social Media-Plattformen sind (zumindest nehme ich sie als solche wahr, weil man sich dort untereinander austauschen und - zumindest bei Goodreads, Lovelybooks kenne ich ja nicht - Freundeslisten haben kann) kann ich sie doch nicht als solche benutzen.

Goodreads nutze ich, um Listen mit Büchern anzulegen, die ich gelesen habe, gerade lese oder noch lesen möchte. Ich habe eine Liste für eine Romanreihe, um den Überblick zu behalten, welche Bände (immerhin gibt es 17, der 18. erscheint diesen Monat) ich noch kaufen muss/will. Ich habe eine Liste für meinen SuB und ich mag es, dort Bücher herunterzunehmen und hinzuzufügen. Ich mag es, meinen Fortschritt tracken und beobachten zu können. Es spornt mich irgendwie an, mir das Ziel gesetzt zu haben, 60 Bücher in einem Jahr zu lesen. Momentan bin ich bei 52, letztes Jahr waren es 66, da geht also noch etwas.

Aber der soziale Aspekt geht mir selbst ein bisschen ab.
Was habe ich denn davon, zu wissen, dass Freund Nummer 522 gerade Harry Potter liest? Ich kenne diese Person doch gar nicht persönlich? Ja, ich weiß. Manchmal ist es doch nützlich, zu sehen, was andere Leute lesen. Dann nämlich, wenn ich nachschaue, was sie von Büchern, deren Anschaffung ich überlege, halten. Denn obwohl ich eine Verfechterin davon bin, mir selbst ein Urteil zu bilden, bin ich doch auch nur ein Mensch. Und Menschen lassen sich ab und zu von der Meinung anderer Menschen beeinflussen.
Zumeist ist sogar das Buch, das alle anderen mit einem oder zwei Sternen versehen haben, das, welchem ich fünf Sterne gebe. Manchmal aber auch nicht. Manchmal lese ich ein Buch, weil es von anderen in den Himmel gelobt wird, und muss es am Ende nach ein paar Seiten weglegen, während ich mich frage, was mich geritten hat, es überhaupt zu kaufen. Gottseidank passiert das relativ selten.

Ich habe sogar das Gefühl, wenn ich auf Goodreads Sterne verteile, bin ich ein bisschen großzügiger und weniger kritisch als die meisten anderen Nutzer dieser Plattform. Gleichwohl gibt es nur wenige Bücher, die ich wirklich mit 5 Sternen belohne. Meist sind es dann doch nur 4. Vielleicht bin ich gar nicht so unkritisch.

Natürlich habe ich dort auch eine Freundesliste. Manche Leute kenne ich, andere nicht. Wie das auf Social Media eben so ist.
Manchmal stolpere ich durch diese Leute oder die Community dann doch über neue, aufregende Bücher. Aber am Liebsten ist es mir eigentlich, die Bücher offline auszuwählen. Durch eine Buchhandlung zu stöbern und Titel einzupacken, die mir zusagen. Ohne, dass mir jemand vorher gesagt hätte, ob das Buch gut oder schlecht ist.

Und noch ein cooles Feature hat Goodreads (und Lovelybooks vermutlich auch): Den Bücher-Scanner. Mit der Handy-App kann man einfach ein Buchcover oder den Strichcode hinten auf dem Cover scannen und Goodreads zeigt einem das entsprechende Buch an, das man dann einer seiner Listen zuordnen kann. Ich mache das sehr gerne, um mir Bücher vorzumerken, die ich noch nicht jetzt direkt kaufen kann/will. Etwa, weil ich nicht mit einer Tasche voller Bücher auf einen größeren Stadtbummel gehen möchte. Sehr praktisch für den Geldbeutel, und das Bücherregal. denn man kann sich selbst ein bisschen damit überlisten. Ja, ich kaufe dich, Buch, aber nicht jetzt. Später. Wenn ich mehr Zeit habe, wenn mein SuB kleiner ist, wenn das Gehalt auf dem Konto erscheint.

Und Rezensionen habe ich dort auch noch nicht wirklich verfasst. Hier in den Monatsberichten schreibe ich ja auch meist nur kurz, was mir gefallen (oder nicht gefallen hat). Vielleicht muss ich diesen Aspekt noch einmal neu angehen und die Seite näher für mich entdecken.

Spätestens, wenn das erste eigene Buch draußen ist.
Was hoffentlich nicht mehr so lange dauert ...

Und ihr? Seid ihr auf diesen Plattformen aktiv? Vielleicht kann ich ja so dort neue, spannende Leute und ihre Lieblingsbücher kennenlernen ...

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