Die Montagsfrage #56 - Was macht eigentlich den Reiz einer Buchmesse aus?

by - Oktober 21, 2019

Montagsfrage 56

Es ist wieder Montag. Ich habe mich heute dazu durchgerungen, mal wieder zum Sport zu gehen. Letzte Woche habe ich endlich mal all meinen Mut zusammengenommen und bin in das Studio hier in der Nachbarschaft gegangen, das zu der Kette gehört, bei der ich Mitglied bin. Erst kurz nach hause, ein bisschen gegessen, Sporttasche geschnappt und auf ging es. Eine Stunde habe ich moderat Sport gemacht und jetzt sitze ich wieder hier und lasse den Abend bei guter Musik, einem Salat und der Montagsfrage ausklingen.

Das erste und letzte Mal auf einer Buchmesse war ich 2016 in Frankfurt. Ich wusste nicht so recht, was mich erwartet und ich weiß auch heute nur noch, dass es sehr voll war, dass wir um halb fünf aufgestanden sind und ich um fünf schon Bananenpfannkuchen gegessen habe. Nicht zu empfehlen, zumindest meinem Magen nicht.
Also: Die Buchmesse war laut, voll und drängelig. Da waren Menschen mit Koffern (nervig, Leute. Macht das nicht.) und ich glaube, sie mussten irgendwann eine Halle komplett sperren, weil so viele Besucher dort drin waren.

Ich weiß noch, dass ich zwar keine Bücher gekauft, dafür aber zwei kostenlose Bücher mitgenommen habe, die ich dann doch nie gelesen habe. Irgendetwas über den Islam, glaube ich. Ich habe Leute von der Schreibnacht getroffen, mich dort aber irgendwie deplatziert gefühlt. Damals hatte ich noch keine Ahnung, dass ich einmal ein Buch schreiben würde. ich hatte nicht einmal die Ambition, eines zu schreiben. Zu dem Zeitpunkt dachte ich nämlich noch, ich könne mir nie selbst eine Welt, einen Plot oder genug eigene Charaktere ausdenken, um einen eigenen Roman zu schreiben, sondern würde mein Leben lang bei Fanfiktions bleiben. Fanfiktions schreibe ich auch heute noch, aber ich habe mir selbst eben bewiesen, dass ich Unrecht hatte mit der Annahme, ich könne keinen eigenen Roman verfassen. Indian Gods 1 wird noch bis Ende des Monats lektoriert, Indian Gods 2 ist geplottet und wird im NaNoWriMo geschrieben werden (oder zumindest ein Teil. 50.000 Wörter sind vermutlich so ein Drittel des Gesamttextes, aber besser als nichts), vage Ideen für einen dritten Teil sind vorhanden, und ich glaube, ich kann den nächsten Schritt wagen: Eine eigene Fantasy-Welt. Ideen dazu sind auch schon vorhanden, ein Pinterest-Board wird schon eifrig mit Pins bestückt.

Dieses Jahr hatte ich mal vage den Plan, noch einmal nach Frankfurt zu fahren. Aber alleine? Nur für einen Tag? Näh. Dann ist es da wieder voll und laut und drängelig und das mag ich nicht. Aber mir ist natürlich klar, dass das auf jeder Messe so ist. Auf der Photokina, auf die ich manchmal mit meinem Vater gehe, ist es ja auch nicht anders ...

Ich denke, die Buchmesse wäre reizvoller für mich, wenn ich bereits einen Roman veröffentlicht hätte und dort aktiv dafür werben könnte. Wenn es Sinn machen würde, Kontakte zu knüpfen und Marketing zu betreiben, die Messe vielleicht für eine spontane Lesung zu nutzen, Bücher zu signieren oder einfach nur jedem meine Visitenkarte in die Hand zu drücken, der mich auch nur anlächelt. Vielleicht kann ich all das nächstes Jahr in Leipzig schon tun. Die Zeit vom 12.03. bis 15.03.2020 ist auf jeden Fall im Kalender fest geblockt. Zusammen mit einer Freundin werde ich relativ wahrscheinlich nach Leipzig fahren und dort die Buchmesse besuchen. Und mir die Stadt noch einmal ansehen, die ich das erste Mal letztes Jahr im Urlaub besucht habe.

Vielleicht habe ich bis dahin ja schon einen Roman, den ich dort herzeigen kann?

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