Die Montagsfrage #63 - Welche/r Autor/in war deine literarische Neuentdeckung des Jahres?

by - Dezember 16, 2019

Die Montagsfrage

Eine Weile gab es nichts neues auf diesem Blog. Ich habe die letzten zwei Montagsfragen ausgelassen, weil ich mal wieder nichts gehaltvolles zu sagen hatte. Vielleicht habe ich auch zu dieser Frage nichts gehaltvolles zu sagen, das müsst ihr entscheiden. Die Wochen, die zwischen dieser Montagsfrage und meiner letzten beantworteten liegen, waren ... unentspannt. Nicht nur, weil Weihnachten vor der Tür steht. Aber auch, weil auf der Arbeit einiges los ist. Wir wissen nicht, wie es weitergeht. Wir wissen nur, dass Kosten eingespart und Leute entlassen werden müssen. Und dass die Möglichkeit besteht, dass unser Standort entweder verkauft oder geschlossen wird. Da gibt es Stimmen, die sagen: Das war schon vor so und so vielen Jahren im Gespräch, da passiert doch sowieso wieder nichts, und dann gibt es die, die jetzt schon aufhören, sich an vorgeschriebene Regeln zu halten, denn spätestens Ende nächsten Jahres ist sowieso alles vorbei. Und ich stehe irgendwo dazwischen. Ich will nicht in dem Strudel der Panik versinken, der von einigen erzeugt wird, versuche, positiv zu sein, aber es ist schwer. Erst heute hat ein Kollege zu mir gesagt: "Naja, es ist ja nicht so, als würden Sie keinen neuen Job mehr finden!"
Da hat er wahrscheinlich recht. Aber ich möchte keinen neuen Job. Ja, ich habe mich oft genug aufgeregt über den einen oder anderen Kollegen. Aber die meisten sind nett. Mein Chef ist nett. Er fördert und fordert mich und ich weiß wieder, warum ich da bin, wo ich bin. Ich möchte dort bleiben. Ich habe Angst, woanders von vorn anzufangen. Ich werde dort erst weggehen, wenn man mich zwingt. Aber dieses "Nicht wissen, was sein wird", lähmt manchmal. Ich möchte gern schreiben, überarbeiten (Das erste Kapitel von Indian Gods ist aus dem Lektorat zurück und ich habe auch schon brav alle Anmerkungen umgesetzt (302 Stück auf 24 Normseiten!)), aber manchmal reicht es nur noch dazu, abends am Laptop Kochvideos zu schauen. Oder mit einer Flasche Wein, Chips und Kuscheldecke auf der Couch zu liegen und Blacklist zu re-watchen. Nach Weihnachten kann ich immerhin die restlichen Folgen GoT gucken, die mir noch fehlen.

Aber das war ja alles nichts, was ihr schon immer mal wissen wolltet, oder? Oder eher, was Antonia wissen wollte, denn die Montagsfrage lautete eigentlich:

Welcher Autor war deine literarische Neuentdeckung des Jahres?

Ich schätze, diese Neuentdeckung habe ich erst vor ein paar Tagen gemacht. Eigentlich habe ich dieses Jahr - bis auf ein paar Ausnahmen - nur Bücher von Autoren gelesen, die ich schon kannte. Weil ich Reihen weitergelesen habe oder Einzelbände von Autoren, die ich schon kannte und gut fand. Wie ich schon mal irgendwo schrieb: Wenn zum Beispiel Karin Slaughter oder Jojo Moyes ein neues Buch rausbringen, dann muss das gekauft und gelesen werden. Und ja, ich weiß, dass die Genres unterschiedlicher nicht sein könnten. Lasst mich.
Aber meine Neuentdeckung des Jahres habe ich erst gestern beendet: Das Blut von London von Laura Robinson.
Dabei handelt es sich um einen historischen Roman, der in London in den 1780er Jahren spielt und einen wirklich dorthin mitnimmt. Ich will nicht wissen, wie viele Jahre Robinson dafür recherchiert hat. Aber sie ist wohl auch Professorin für Geschichte, von daher dürfte ihr die Recherche recht leicht gefallen sein. Ein sehr fesselndes Buch, von denen sie hoffentlich noch sehr, sehr viele schreibt. Diese Autorin kommt auf jeden Fall auf meine "mehr von ihr lesen"-Liste. Zu Frau Slaughter, Frau Moyes und Herrn Brown.

Übrigens: nachdem ich vor ein paar Wochen noch dachte, ich würde meine Goodreads-Lese-Challenge dieses Jahr nicht schaffen, sieht es jetzt doch wieder ganz gut aus. Mir fehlen nur noch zwei Bücher zu den angesetzten 60 Stück. 
Dazu folgt Ende des Jahres übrigens noch ein Blogpost und dann geht die Challenge am 1. Januar für 2020 gleich von vorne los. Dann aber vielleicht mit ein paar Büchern weniger. Immerhin war das jetzt mehr als ein Buch pro Woche. Ich fühle mich ein bisschen gehetzt, aber mein SuB schreit ziemlich laut ... nächstes Jahr wird er abgebaut, versprochen ...

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2 Kommentare

  1. Hallo Marie,

    mit Deinem Profilfoto würde ich ja tippen, dass Du bei Ford arbeitest - dort geistert schon seit den 70ern das Schließungs-Gespenst herum. Das passt nur nicht zum lektorieren ;) Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, dass es ein glückliches Ende gibt.

    Viele Grüße
    Frank

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    1. Hallo Frank,
      Ford ist es nicht, so viel kann ich sagen :) Ich weiß ja, dass wir nicht die einzigen sind, denen es schlecht geht, und vielleicht kommt es gar nicht so schlimm, wie wir uns das alle ausmalen. Aber die Ängste sind eben da. Ist alles ein bisschen blöd. Aber ich gebe mir Mühe, mich davon nicht unterkriegen zu lassen. Dann muss mein Buch eben ein Bestseller werden! :)

      LG
      Marie

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