Die Montagsfrage #64 - Was war dein Lesehighlight 2019?

by - Dezember 30, 2019

Die Montagsfrage

Hallo ihr Lieben!
Na, seid ihr gut durch die Feiertage gekommen? Habt ihr viele Bücher geschenkt bekommen, oder - wie ich - kein einziges? Ich glaube, es ist das erste Jahr, in dem ich wirklich kein einziges Buch bekommen habe. Aber das ist okay. ich meine, es ist ja nicht so, als könnte sich sie mir nicht selbst kaufen ...
Dafür waren die gewünschten DVDs (die mir noch fehlenden drei Staffeln GoT) unter dem Weihnachtsbaum, sowie Süßkram und echt hübsche Dekosachen. Zweimal musste ich zwischen den Tagen arbeiten, letzten Freitag und heute, jetzt habe ich nochmal zwei Tage frei, bevor es am 2. Januar direkt fröhlich weitergeht.
Dieses Jahr war ... aufregend. Umzug, neue Wohnung, neuer Vorgesetzter auf der Arbeit, eine Freundesgruppe, die zerbrochen ist, neue Freunde, die gefunden wurden, Urlaub in Rom und Amsterdam, Veränderungen auf der Arbeit, Stress mit meinem Debütroman, ein bisschen Selbsterkenntnis und keine so krassen Katastrophen wie letztes Jahr (ihr erinnert euch vielleicht noch, dass ich letztes Jahr mit einer kleinen Depression zuhause saß um diese Zeit ...)
Durch dieses Jahr haben mich in Summe 60 Bücher begleitet, deshalb ist es vielleicht nicht ganz so einfach, Antonias Frage zu beantworten, die da lautet:

Was war dein Lesehighlight 2019?

Na, kommt euch die Frage bekannt vor? Antonia hat es zur Tradition der Montagsfrage gemacht, jedes Jahr zum Ende des Jahres die selben Fragen zu stellen. Quasi als wiederkehrende Rückschau auf das Jahr. Was war dieses Jahr anders als letztes? Was ist vielleicht gleich geblieben? Also werde ich mir noch einmal meine 60 Bücher anschauen und mal sehen, was ich zu der Frage sagen kann.

Ich fürchte, ich kann darauf gar keine eindeutige Antwort geben. Es gibt einfach zu viele Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe und die mich fasziniert haben.
Im Schatten das Licht von Jojo Moyes zum Beispiel. Vielleicht, weil ihr anderen Romane (die ich größtenteils auch mag) alles Liebesromane sind und das eben kein Liebesroman, sondern eher einer über Freundschaft, familiären Zusammenhalt und das Erfüllen von Träumen ist. Und noch dazu so schön geschrieben, dass das dieses Jahr eines von zwei Büchern war, bei denen ich beim Lesen geweint habe, und das passiert mir bei Büchern eher selten (es sei denn, ich schreibe selbst, aber das ist ein anderes Thema).
Weiterhin zu erwähnen: The Song of Achilles von Madeline Miller. Irgendwo hinten im Buch stand, dass sie sieben Jahre daran geschrieben, gefeilt und perfektioniert hat. Und das merkt man. Der Schreibstil ist gleichzeitig prosaisch und eindringlich, sodass ich es nicht weglegen konnte. Zudem ist es - zumindest für mich - der erste Roman, der sich mit der Liebesbeziehung zwischen Achilles und Patroklos beschäftigt. Etwas, was ich sehr schön, wenn auch tragisch fand, denn wer die Illias kennt, weiß, dass das kein schönes Ende nimmt.
Außerdem (und ihr könnt es vermutlich nicht mehr hören, immerhin hat dieses Buch seinen eigenen Blogpost bekommen): Modoc - The Story Of The Greatest Elephant That Ever Lived von Ralph Helfer
Dieses Buch muss einfach hier auftauchen. Nicht nur, weil es um einen Elefanten ging (obwohl das alleine Grund genug gewesen wäre, es aufzunehmen), sondern auch, weil es so wunderschön und eindringlich geschrieben ist. Bei Ralph Helfer handelt es sich um einen Tiertrainer, der exotische Tiere für Film und Fernsehen trainiert. Eines Tages trifft er auf den alternden Bram Gunterstein, der ihm erzählt, er suche nach Modoc. Modoc ist eine asiatische Elefantenkuh, auf den Moment genau so alt wie Bram, und die beiden sollen wieder zueinander finden, nachdem sie Jahre getrennt waren. Zum Dank für die Hilfe bei der Auffindung von Modoc und dafür, dass Helfer ihnen ein Dach über dem Kopf gibt, erzählt Bram ihm seine Geschichte. Seine, und die von Modoc.
Das war das Buch, bei dem ich - neben dem von Jojo Moyes - geweint habe wie ein Schlosshund, sowohl stellenweise mittendrin als auch am Ende. So ein schönes Buch!
Und zu guter Letzt noch ein Buch von Madeline Miller: Circe.
Ich gebe es gern zu: bevor ich das Buch las, wusste ich nichts darüber. ich habe es auf englisch gelesen und zwar eigentlich auch nur, weil das Cover der englischen Ausgabe so hübsch ist (es ist kupferfarben mit Blüten, hallo!). Bevor ich das Buch las, wusste ich nichts über Circe. Danach wusste ich alles. Oder zumindest mehr, als ich vorher wusste. Madeline Miller könnte ein Buch über die Geschichte eines jeden antiken Helden und Gottes schreiben, ich würde sie alle lesen, weil sie so schön geschrieben sind. Ihre Bücher sollten Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht werden!

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2 Kommentare

  1. Huhu,

    ich glaube, ich bin das erste Mal auf deinem hübschen Blog. Hübsch hast du's hier. :) Werde mich gleich ein bisschen bei dir umsehen.

    Ich bin übrigens auch Autorin und stehe TOTAL auf Elefanten. :D Deshalb habe ich mir das Buch von Ralph Helfer auch gleich mal auf die Wunschliste gesetzt. Das von Jojo Moyes klingt auch nach etwas, das mir gefallen könnte.

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2020!

    Liebste Grüße
    Emma

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    1. Huhu Emma,

      schön, dass der Blog dir gefällt, ich gebe mir die größte Mühe :)
      Die Bücher sind echt gut. Das Buch von Ralph Helfer soll sogar auf einer wahren Begebenheit beruhen, aber so richtige Beweise konnte ich dafür im netz nicht finden ... ist ja auch nicht schlimm, auf jeden Fall ist es ein schönes Buch. Es gibt auch eine illustrierte Ausgabe, die richtet sich aber eher an Kinder ...
      Ich wünsche dir auch alles Gute für 2020 und natürlich einen guten Rutsch!
      LG

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