Die Montagsfrage #68 - Liest du Bücher parallel oder nacheinander?

by - Januar 27, 2020

Montagsfrage 68

Und wieder ein Montag. Ich habe wieder ein paar Fragen ausgelassen und wollte eigentlich noch ein paar andere Blogartikel schreiben, aber irgendwie ist gerade alles meh. Mein Kollege, mit dem ich nicht so gut zurechtkam über die 5 Jahre, in denen wir zusammenarbeiten mussten, geht Ende des Monats. Lichtblick: Er ist nur noch diese Woche Montag da und dann weg. Da ich mir mit ihm ein Arbeitsgebiet geteilt habe, heißt das aber im Umkehrschluss, dass ab jetzt mehr Arbeit auf mich zukommt. Denn nein, natürlich wird niemand neues eingestellt. Die Sachen, die vorher wir beide - plus unser Chef - gemacht haben, kann ich ja sicher auch locker mit meinem Chef allein machen. Kann ich, aber dann wird es anstrengender und stressiger für alle Beteiligten. Ein Glück, dass ich mit meinem Chef gut auskomme. Aber diese Mehrarbeit hieß schon den ganzen Monat über: Samstags arbeiten. Was ich normalerweise nicht muss, weil ein gewöhnlicher Bürojob das eigentlich nicht erfordert. Hier war es zwar gut und richtig so, aber man merkt eben doch, dass einem ein halber Tag zur Entspannung fehlt. Dazu kommen Überstunden unter der Woche, sodass ich die meiste Zeit über abends lieber etwas gegessen, ein bisschen RPG geschrieben und irgendein Spiel gespielt habe, das nicht zu viel Gehirnleistung erfordert, statt zu schreiben. Oder zu lesen. Weil man dazu Hirnleistung braucht, die ich im Moment einfach nicht mehr habe.
Das Lesen fiel so also ein bisschen hinten runter. Ich lese immer noch, aber weniger. Zumindest im Moment. Ich bin bei meiner Goodreads-Challenge schon hinterher, dabei haben wir gerade mal Ende Januar. Kurioserweise habe ich heute festgestellt, dass sich mein SuB verkleinert hat. ich komme nicht mal mehr dazu, Nachschub zu kaufen und ich habe auch drei Bücher vom SuB runtergenommen, die ich schon so lange vor mir herschiebe und vermutlich nie lesen werde ("Wedora" Band 1 von Markus Heitz, "The Invention Of Nature" von Andrea Wulf und "Eine kurze Geschichte der Zeit" von Stephen Hawking), was zumindest bei den letzten beiden Büchern eine echte Schande ist und beim ersten auch, aber wie gesagt: Gehirnleistung.
Aber kommen wir jetzt zu Antonias eigentlicher Frage, nachdem ich euch vollgeheult habe.
Lest einfach das ab der Zwischenüberschrift, also der eigentlichen Frage, dann sollte das gut sein.

Liest du Bücher parallel oder nacheinander?


Bis vor kurzem habe ich tatsächlich viel parallel gelesen. Ein Buch zuhause auf dem Nachttisch, ein Buch auf dem E-Reader in der Handtasche, für die Mittagspause im Büro oder wenn ich mal länger auf einen Bus oder eine Bahn warten muss. Aber in den letzten Wochen komme ich nicht mal mehr in der Mittagspause zum Lesen, geschweige denn, dass ich wirklich mal 30 Minuten nicht von irgendwem gestört werde, obwohl meine Tür zu ist, ich auf Klopfen nicht reagieren und man dann trotzdem hereinkommt, und wenn man einmal drin ist, hat man ja eh schon gestört und kann sein Anliegen vortragen. Da helfen auch keine demonstrativen Blicke in Richtung Teller meinerseits, meine Kollegen sind da stellenweise ein bisschen hornochsig.
Früher habe ich das noch extremer betrieben. Da mussten es stellenweise bis zu drei Bücher gleichzeitig sein. Hatte ich auf das eine keine Lust mehr, musste eben ein anderes her. Trotzdem habe ich jedes Buch fertig gelesen, weil ich einfach immer ein Buch in der Hand hatte. Sogar beim Essen. Ich schätze, das hat sich gegeben, seitdem ich ein Smartphone habe. Ich weiß wirklich nicht, wann ich das letzte Mal am Esstisch ein Buch in der Hand hatte, während ich gegessen habe. Ist sicher auch besser so, stellt euch vor, ich kleckere mit der Tomatensauce in das Buch oder lasse meinen Salat da reinfallen ...
Und da ich mich im Moment nicht mal für mehr als ein paar Seiten aufraffen kann, bevor ich über dem Buch einschlafe ... ich lese Bücher zur Zeit nacheinander.
Sehr, sehr langsam.

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