Jahresrückblick 2019 - Besser spät als nie!

by - Januar 05, 2020

Jahresrückblick 2019

Wenn alle anderen das machen, will man ja auch. Ich habe besonders im Schreibnacht-Forum schon ein paar dieser Jahresrückblicke gesehen und dachte, ich kann hier ja auch nochmal ein bisschen ausführlicher schreiben, wie denn mein Jahr so war. Ich weiß, ich habe schon in dem einen oder anderen Blogpost zum Jahreswechsel ein paar Worte darüber verloren, wie denn mein Jahr war, aber noch nicht so richtig ausführlich. Das möchte ich hiermit ändern.

Unterteilt werden wird dieser Post wie folgt:


  • Rückblick aufs Schreiben
  • Rückblick aufs Lesen
  • Rückblick privat
Also, dann fangen wir an, oder?

Rückblick aufs Schreiben

Am Anfang lief eigentlich noch alles ganz gut. Ich hatte ja im November 2018 angefangen, Indian Gods zu schreiben, meinen Debütroman. Dann habe ich mich im Dezember selbst in eine Depression geschmissen und das Buch hat mich ein bisschen gerettet. Weil ich ohne Pause daran weitergeschrieben habe. Und im Januar und Februar 2019 hat dieses Buch immer noch mein Leben bestimmt. Mitte März war ich dann mit der (sehr rohen) Rohfassung fertig. Ich habe nur noch einmal drübergelesen und das ganze dann einer Freundin zugeschickt, damit die mir das dann semi-professionell lektoriert. Ab da wurde das Ganze dann schwieriger. Ich hatte keine Ahnung, wie man so etwas normalerweise macht. Es war mein erstes Buch, das erste Mal, dass ich etwas gegen Geld habe korrekturlesen lassen. Ich hatte mit ihr keinen Vertrag aufgesetzt oder auch nur Rahmenbedingungen festgelegt. Heute bin ich ein bisschen schlauer und würde es vermutlich anders machen. Wir versuchen das bei Band 2 dann nochmal neu. Bis Ende Mai hatte ich das Manuskript noch nicht zurück, als meine Lektorin mich besuchen kam. Wir kennen uns seit ein paar Jahren, aber da wir so weit auseinanderwohnen, ist es nicht immer so einfach, ein Treffen zu arrangieren. Nun war sie also ein paar Tage bei mir und wir haben Band 2 geplottet. Als sie wieder in ihr Auto stieg, um nach Hause zu fahren, hatte ich einen fertigen, aber keineswegs glattgefeilten Plot für Band 2 und wusste nicht, was mit Band 1 ist. Das hat noch bis Anfang Dezember gedauert, und die eigentlich Überarbeitung durch mich, in der ich alle Lektoratskommentare einpflege, wird mich vermutlich das ganze Jahr 2020 beschäftigen. Aber das liegt auch daran, dass mich gerade allein der Gedanke, alles nochmal anfassen zu müssen, lähmt. Dass mir gezeigt worden ist, wie viele Fehler ich eigentlich gemacht habe, ist dann nochmal was anderes, als beim Lesen des Textes zu denken "Ja, gut, hätte man besser machen können." Aber vermutlich muss ich mich da nur ab und zu selbst in den Hintern treten. 
Im November 2019 habe ich beim NaNoWriMo mitgemacht und mit Indian Gods 2 angefangen. Aber weil ich auch zwei Wochen mit einer Erkältung flachlag und auf der Arbeit viel zu tun war, ist es mir nicht gelungen, 50.000 Wörter zu schreiben. Insgesamt wurden es im November nur 36.559 Wörter.

Schreiben November 2019
Meine Schreibtabelle im November 2019
Aber das ist nicht schlimm, denn es waren immerhin 36.559 Wörter mehr als Anfang November. 36.559 Wörter an einer Geschichte, die unbedingt erzählt werden will und die nach wie vor großen Spaß macht (und ich habe gerade erst anfangen!). Im Dezember kamen dann noch ein paar Wörter dazu (25.972), allerdings nicht ausschließlich am Roman. Auch am Blog und an einem Foren-RPG, das ich euch weiter unten noch zeige. Insgesamt habe ich in 2019 222.958 Wörter geschrieben. Das sind 25. 458 Wörter mehr als mein Ziel von 197.500 Wörtern. Ihr erinnert euch vielleicht noch an diesen Blogpost, in dem ich voll enthusiastisch ankündigte, ich würde die 365k/365d-Challenge mitmachen und erklärt habe, was das ist? Tja. Irgendwann musste ich einsehen, dass ich wohl nicht das Durchhaltevermögen dafür habe, mich zu leicht ablenken lasse oder was auch immer, habe also die Challenge in den Wind geschossen (und versuche mich da dieses Jahr nochmal dran, hatte ich ja hier gesagt) und mein Ziel runtergesetzt. Sonst wären jetzt vermutlich auch schon ein paar Projekte fertig. Aber dieses Jahr starte ich wie gesagt einen neuen Versuch, denn nicht nur muss der 2. Teil von Indian Gods fertig werden, sondern ich habe ja auch noch ein paar angefangene FFs hier liegen, die ich gern abschließen würde. Und es ist ja nicht so, als würde mein Kopfkino dann still stehen. Ich habe schon Ideen für ein paar weitere eigene Projekte, die sind aber noch recht vage und sehr, sehr grob (siehe in diesem Post). Alles in allem war es gar nicht so schlecht, wie es hätte sein können, aber 2020 wird schreibtechnisch definitiv besser!

Rückblick aufs Lesen

Wer meine monatlichen Leseberichte verfolgt hat, hat vielleicht gemerkt, dass ich eine ganze Menge Bücher gelesen habe. Oder sagen wir eher: Für mich ist es eine ganze Menge. 60 Stück waren es, was genau dem Ziel entspricht, dass ich mir für die 2019er Goodreads Reading Challenge gesetzt hatte. 
Da waren Bücher dabei, die ich schon mal gelesen hatte (wie die Harry Potter Collection, diesmal allerdings gebündelt als E-Book und damit mit 3.585 Seiten das längste "Buch", das ich gelesen habe). Im Nachhinein fällt mir auf, hätte ich auch einfach jedes der sieben Bücher individuell auf Goodreads loggen können und wäre schneller am Ziel gewesen, aber naja. Neu entdeckt habe ich Bücher, die andere Leute schon lange vor mir gehyped haben, wie etwa die Millenium-Trilogie oder die Hungerspiele. Ich habe ein paar Bücher zur Recherche gelesen, andere habe ich aufgenommen, weil sie interessant klangen und sich hinterher als etwas echt gutes herausgestellt haben. Ich habe neue Bücher von heißgeliebten Autoren wie Karin Slaughter, Arno Strobel oder Dan Brown gelesen. Es waren Sachbücher dabei, sehr viel Fantasy, sehr viel Krimi, ein paar Liebesromane, ein bisschen New Adult, einige historische Romane, der eine oder andere Lebensratgeber. Insgesamt waren es auf 60 Bücher verteilt 30.970 Seiten. Zumindest sagt Goodreads das. Das macht rund 85 Seiten pro Tag. Gar nicht mal so schlecht, oder?

Bücher 2019
Ein kleiner Ausschnitt meiner 2019 gelesenen Bücher

Rückblick privat

Und was gibt es privat noch zu sagen? Dass ich im Januar genug von meiner alten Wohnung hatte. Zufällig suchte ein Kollege auch für sich und seine Freundin nach einer ersten gemeinsamen Wohnung, und so verwies er mich an seine Eltern, denen das Haus gehört, in dem sich seine Wohnung befindet. ich schaute mir die Wohnung dann mit meinem Kollegen und seiner Freundin (auch einer Arbeitskollegin von mir) an einem Freitag an und war sofort verliebt. ich wollte diese Wohnung, koste es, was es wolle. Nach einem Gespräch mit dem Vermieter habe ich sie auch bekommen. Ich wohne jetzt näher an der Arbeit und habe mehr Energie für Dinge, die mir Spaß machen. Ich wohne nicht mehr am Arsch der Welt auf dem Dorf, auf dem nichts los ist. Und ich habe mir eins geschworen: Aus dieser Wohnung werde ich nur unter Zwang ausziehen!
Zwar gab es dann noch kurz Geplänkel mit dem Vermieter meiner alten Wohnung, aber das hat sich inzwischen geklärt. Ich fühle mich wohl in meinem neuen Reich, ich habe meine Liebe zu Dekoration und Kerzen entdeckt und könnte mir gerade jetzt im Winter nichts schöneres vorstellen, als im dunklen Wohnzimmer in eine Decke gehüllt auf dem Sofa zu sitzen, Kerzen und Teelichter an, eine Serie gucken, ein Glas Wein, vielleicht Chips, und einfach mein Alleinsein genießen. Überhaupt ist Allein sein sehr viel erträglicher geworden als in der alten Wohnung. Dort habe ich mich von allem abgeschnitten gefühlt. Hier? Zehn Minuten Fußweg und ich bin in der Innenstadt, wo das Leben tobt. Noch dazu ist Mitte des Jahres meine zentrale Freundesgruppe zerbrochen (eigentlich wegen Kinderkram, wenn man mich fragt, aber wenn man meint, das sei nötig, bitte. Reisende soll man ja nicht aufhalten). Mittlerweile bin ich darüber aber hinweg, vor allem weil es mich näher mit den Menschen zusammengebracht hat, denen wirklich etwas an mir liegt. Und es ist ja nicht so, als könnte man keine neuen Freunde finden.
Was war noch? Ich habe Urlaub in Amsterdam und Rom gemacht. Die Bilder aus dem Urlaub sind auch die letzten, die ich mit meiner Nikon D5200 gemacht habe (das war übrigens mein erster Urlaub, auf dem wir geflogen sind, auf dem ich diese Kamera dabei hatte), danach durfte dann eine gebrauchte Nikon D7100 bei mir einziehen, die ich bisher aber noch so gut wie gar nicht ausprobiert habe. Ich freue mich schon, das in 2020 zu ändern und wieder mehr zu fotografieren. 
Ich glaube, das war so ziemlich mein Jahr 2019.

Und wie war euer Jahr 2019? Was habt ihr aufregendes (oder auch nicht so aufregendes) erlebt?

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