Die Montagsfrage #106 - Was war dein Lesehighlight 2020?

 

Montagsfrage 106

Hallo zusammen,

Da ist er auch schon: Der erste Montag nach Weihnachten, der letzte vor Jahresende. Weihnachten war ruhig und entspannt. Es gab Würstchen und Kartoffelsalat, nette Gespräche und tolle Geschenke. Ich habe einen Gemüseschneider bekommen (adieu, billige Vierkantreibe!), ein Fondue-Set, selbstgemachte Marmelade, gebrannte Mandeln, selbstgebasteltes, außerdem ein Notizbuch und Duftöl. Die letzten Tage habe ich damit verbracht, lange auszuschlafen, meine Wohnung ein bisschen auszumisten, lecker zu kochen und zu backen und außerdem eine Menge zu lesen. Aber wie auch schon zum letzten Beitrag zum Jahresende 2019 ist es für mich recht schwer, aus den 53 gelesenen Büchern wirklich DAS Highlight herauszufischen. Ich werde es trotzdem einmal versuchen.

Vielleicht muss ich es wieder genau so machen wie letztes Jahr. Ein paar Bücher aussuchen und dann einen Favoriten auswählen.

Den Anfang macht Tana Frenchs Der Dunkle Garten, weil dieses Buch verdammt krass mit meiner Psyche gespielt und mir die eine oder andere Gänsehaut beschert hat. Wer auf psychologisch ausgefeilte Thriller mit einem brillanten Schreibstil steht, ist hier genau richtig.

Dann kommt Zeyn Joukhadars Die Karte der zerbrochenen Träume, weil es eindrucksvoll den Krieg in Syrien schildert und die Schicksale der Menschen, die ihn erleben. Das ganze ist verwoben mit einer zweiten, phantastischen Geschichte, die wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.

Außerdem mit dabei: Ein Klassiker, den ich schon länger lesen wollte. Drachenläufer von Khaled Hosseini. An Hosseinis Bücher habe ich mich bisher nicht herangetraut, weil ich großen Respekt vor diesem Autor hatte, aber das Buch hat mich so sehr gefesselt, dass ich es innerhalb von zwei Tagen ausgelesen hatte und zwischendurch mehr als einmal mit den Tränen kämpfen musste.

Fast zum Schluss ist da dann Gute Geister von Kathryn Stockett, ein Buch, das ich im Auge hatte, seit ich weiß, dass eine meiner Lieblingsschauspielerinnen, Bryce Dallas Howard, in der Verfilmung mitgespielt hat (die ich immer noch nicht angesehen habe, Schande über mich, ich glaube, ich hole das jetzt nach).

Und zu guter Letzt Furchtlos von Eric Blehm, eine Art biographischer Roman über den Navy SEAL Adam Brown und seinen Weg vom Jugendlichen mit Drogenproblemen zu einem der härtesten Soldaten der USA, der leider 2011 bei einem Einsatz in Afghanistan starb.


Wenn ich unter all diesen Büchern auswählen müsste, würde ich wohl sagen, Furchtlos war mein Jahreshighlight. Weil dieses Buch eindrücklich zeigt, dass du dich selbst aus den größten Widrigkeiten herauskämpfen und etwas besonderes sein kannst, wenn du nur an dich glaubst und dich durchbeißt. Das Buch hat eine wichtige Botschaft (so verwerflich man Krieg auch finden mag), deswegen suche ich es hiermit aus.


So, und jetzt gucke ich Gute Geister.

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